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Tag 1 der European SharePoint Conference 2016 #ESPC16 ist gelaufen – ein interessanter Auftakt.
Wir sind hier als Silver Sponsor mit einem Stand vertreten und besuchen auch einige Vorträge.
Folgende Dinge haben am ersten Tag meine Augenbrauen zum Tanzen gebracht:

Keynote: The Future of SharePoint is Now, Reinventing Content Collaboration

Das war wohl eher nur eine Aufwärm-Session für meine Gesichtsmuskeln. Fast ausschließlich eine Wiederholung bereits ausgerollter Dinge, die uns schon bekannt waren (New List/Library Experience, SharePoint Framework, etc.) – bis auf eine gut platzierte Ausnahme: Microsoft Teams!

Auf die Erwähnung von Microsof Teams habe nicht nur ich gespannt gewartet, da es hier noch wenig Informationen gibt (ist schließlich auch eine Preview). Viel mehr als die bekannten Tatsachen und das Zugeständnis, dass es mit einem weiteren Kommunikationskanal nicht unbedingt einfacher wird, wurde auch nicht offenbart.

Matt Bergasonic zeigt Tabs in Microsoft Teams
Matt Bergasonic zeigt Tabs in Microsoft Teams

Trotzdem war es ein guter Zeitpunkt um Teams zumindest kurz anzuteasen, da es vor kurzem das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat und bereits jede Menge Fragen aufgetaucht sind. Matt Berg hat zudem einen mir bis dato unbekannten Aspekt gezeigt: Tabs!

 

Innerhalb jedes Teams können benutzerdefinierte Tabs (= Register) eingefügt werden. Zum Beispiel können folgende Tabs eingefügt werden (am Screenshot nur klein zu sehen): Excel, OneNote, Planner, Power BI, PowerPoint, SharePoint, Team Services, Word. Wobei hier gleich auf eine konkrete URL bzw. auf ein konkretes Dokument verwiesen werden kann – um z.B. gleich auf ein relevantes Word-Dokument, eine relevante Power BI Ansicht oder die zum Team gehörige SharePoint Teamsite zu verweisen.

Und ohne GIF keine Präsentation:

Na gut, Chris McNulty hatte noch einen spannenden Use Case in seinen Teil der Keynote verpackt. Dieser Use Case hat PowerApps, Flow, PowerBI und die neue Teamsite sehr schlüssig und sinnvoll verbunden. Dazu jedoch in einem weiteren Post, werde ich dann hier verlinken.

A German Cloud – Microsoft & German Telekom Better Together?!

Sehr spannend und durchaus erwartbar: Mit Ende des Jahres gibt es ein neues Cloud Angebot, ausschließlich zusammengesetzt aus Rechenzentren in Deutschland. Nicki Borell hat in einem kompakten und sehr informativen die Grundzüge und nächsten Schritte umrissen.

Kurz gesagt: T-Systems steht als sogenannter „German Data Trustee“ zwischen Microsoft und den Daten des Users – ist also die einzige Partei, die (abgesehen vom Owner) auf die Daten zugreifen kann.

Data Trustee hat als einziger Zugriff auf die Daten
Data Trustee hat als einziger Zugriff auf die Daten

Weiters: Durch die physische Lage der Daten in Deutschland unterliegen alle Daten deutschen Regulierungen betreffend Datenschutz, IT-Grundschutz, etc.

Dieser Vortrag war sehr spannend, da die Existenz einer parallele Infrastruktur – die Microsoft Cloud Germany ist mit allen ihren Services von der restlichen Microsoft Cloud getrennt – viele Fragen aufwirft, die zum Teil durch den Vortrag und zum Teil durch Fragen aus dem Publikum offenbar geworden sind. Hier gibt es noch mehr Material und Aufzeichnungen vom Vortrag, die in einem eigenen Beitrag zusammengefasst werden (Link folgt hier).

PowerApps, the Developer Story: Build an API to Integrate Corporate Data

Durch zu große Entfernung zur Leinwand konnte ich mir hier nur mitnehmen, dass ich mir die Folien nochmal etwas genauer ansehen sollte. Bram de Jager hatte für mich trotzdem gut verständlich vermittelt, welche Schritte grundsätzlich zu erledigen sind, damit in einer PowerApp eine Custom API zum Einsatz kommen kann.

Er hat sein Slidedeck gleich öffentlich gemacht:

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir das nochmal durcharbeiten und gemeinsam mit PowerApps nochmal für euch zusammenfassen.

Take your Display Template Skills to the Next Level

Einer der grundlegendsten aber interessantesten Vorträge von heute: Display Templates zerlegt von Elio Struyf.

Angefangen von den Basics (immer mit einer Kopie eines vorhandenen Display Templates starten!) bis hin zum offenbar besten Weg Display Templates zu erstellen: JavaScript only! Wobei für letzteren Weg einiges an Scaffolding notwendig ist (Stichwort yeoman), aber das ist ja ohnehin ganz oben auf der Agenda (Stichwort SharePoint Framework aka SPFx).

Mehr davon wenn wir diese Präsentation nochmal durchgearbeitet haben – hier wirds einiges zu berichten geben. Link folgt ebenfalls hier.

Governing Business Processes

Als krönenden Abschluss haben wir uns noch einen Vortrag vom immer unterhaltsamen Mike Fitzmaurice angesehen. Er hat in exakt einer Stunde (der einzige Vortrag von heute, der nicht zu früh geendet hat) dargelegt, wie sich Business Process Governance über die Jahre verändert hat.

Einige Aspekte mit guten Zitaten möchte ich hier erwähnen:

Security: Enablement not Enforcement, that’s the key to good governance.

Reuse: If you treat every workflow as a new project you will become Mr Bottleneck.

Performance: The bottleneck is not the machine, it’s the person. Workflows are waiting for people not machines.

Design Standards: If they’re not producing repeatable results and are easy to understand they don’t matter. Here clarity is more important than efficiency.

Evolution: Do not expect evolution, insist on evolution. „If it ain’t broke, break it at least once a year.“
inspires a culture of constant improvement

Einen guten Abschluss kann ich an dieser Stelle auch noch zitieren:

The best processes to be automated are the ones that can be reused. Automate the things to you don’t like. We don’t want you to automate things that you deeply care about.

Damit bleibt mir nur noch zu sagen: Hoffentlich werden die kommenden Tage mindestens so informativ wie dieser erste Tag auf der #ESPC16 in Wien.

Johannes Weiser

The author Johannes Weiser

Johannes Weiser ist SharePoint Senior Berater und bringt mehr als 10 Jahre Erfahrung in der IT-Branche ein, unter anderem in den Bereichen Prozessanalyse & Anwendungsbetreuung. Nun beschäftigt er sich ausschließlich mit den Microsoft SharePoint Technologien und in diesem Bereich vorrangig mit der Beratung und Umsetzung von SharePoint 2016 Anwendungen und User Interfaces. Als Schwerpunkt setzt Johannes auf die Prozess-gerechten SharePoint und Office 365 Umsetzung der Anforderung von Kunden, wobei User Experience/Usability gemäß User Centered Design nicht zu kurz kommen dürfen.

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