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Ja, auch wir waren da, bei der 2. ChatbotConf in Wien, die am 2. und 3. Oktober 2017 stattfand und sich die Community und das internationale Who-is-Who der Chatbots ein „Stell-Dich-Ein“ gegeben haben.

Der 1. Tag

Dass es das zweite Event dieser Art in Wien war, hat man leider auch ein kleines Stück weit an der Organisation erkennen können.

So haben wir uns bei HATAHET (um genau zu sein, waren wir zu zweit) das Regular-Ticket geleistet, mit der Annahme, dass man alle Community Events des ersten Tages und die Konferenz selbst am zweiten Tag besuchen kann. So hat es uns die Webseite versprochen. Leider hat uns dabei aber niemand, auch nicht die Website (https://orat.io/chatbotconf) selbst darauf hingewiesen, dass wir uns für die einzelnen Community Events auch nochmal registrieren müssen. Das hatte natürlich zur Folge, dass wir den 1. Tag defacto komplett verloren hatten. Denn all diese Events waren natürlich komplett voll. Verärgert sind wir dann (so wie viele viele andere auch) von dannen gezogen. Das Ganze hat – nennen wir es – eine schiefe Optik und ich hoffe, für ORATIO, dass sie beim nächsten Mal hier mehr aufpassen, denn eigentlich haben wir für einen Tag anstatt für zwei Tage knapp € 300,– (inkl. USt) bezahlt, das ist schon sehr „happig“. Besonders unangenehm muss dies für auswertige Besucher, die eine lange Anreise auf sich genommen haben, sein.

Der 2. Tag

Der zweite Tag versprach dann doch ein bisschen mehr und wir sind mit der Hoffnung hingegangen, viele Denkanstöße, Ideen und Neuigkeiten für uns als HATAHET mitnehmen zu können. Denn tatsächlich waren Speaker der Big-Player Vorort. So waren z.B. Facebook, Google, Amazon, Microsoft, IBM und Slack um sie kurz zu nennen, vertreten. Achja und Plätze gab es auch ausreichend 😉. Die Veranstaltung fand nämlich im Erste Campus, gleich neben dem neuen Wiener Hauptbahnhof statt und hier wurde infrastrukturell und für das leibliche Wohl bestens gesorgt (obwohl, mehr Suppe wäre toll gewesen 😉).

Die Konferenz wurde in zwei Bereich aufgeteilt. Ein Teil war auf der Main Stage im großen Saal und der zweite, parallel geführte Teil war im 12. Stock und nannte sich Master Class. Und tatsächlich haben wir sehr viele Infos gehört. So wurde über gutes Design und die User Experience gesprochen und worauf man achten muss um Bots gut zu gestalten.  Auch die gesetzlichen und ethischen – meines Erachtens extrem wichtigen Punkte – wurden angesprochen und diskutiert.

Facebook, Amazon, Google & Co. plauderten aus dem Nähkästchen. Es gibt viele Dinge, die man sich ansehen sollte und bei vielen Fragen, die aus dem Publikum gestellt wurden, konnte seitens der Vortragenden aber nicht immer konkrete Antworten gegeben werden. Aus welchen Gründen auch immer. So wäre es gerade für uns bei HATAHET wichtig auch die Fragen zu SLAs zu klären. Ähnlich wie bei Microsoft’s Bot Framework, das sich immer noch im Preview Status befindet und keine Infos zu dessen zur Global Availability herausfindbar sind, verhält sich die Situation bei Google’s API.AI, auch hier konnte der Vortragende keine klare Antwort zur Roadmap und zum Thema SLA geben.

Auf der Main Stage, bei der ich den Großteil der Konferenz verbracht habe, hat man selten Demos sehen können, es wurde sehr viel an der Oberfläche erklärt und eher theoretisch und vor allem marketing-gerecht verpackt. Dennoch waren vereinzelt immer wieder gute Inputs. Auch hier wünsche ich mir für die Zukunft inhaltlich mehr. Vielleicht hätte ich als Informatiker mir eher die Master Class ansehen sollen, dort war mein Kollege, der mir vermittelte, dass sehr viel interessante Punkte angesprochen wurde, aber auch hier nicht zu viel in die Tiefe gegangen wurde.

Conclusio

Unterm Strich kann man also feststellen, dass die Veranstaltung auf dem richtigen Weg ist. Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Inhalt, mehr Technik und vor alle auch eine bessere Organisation bei den Community-Sessions.

Außerdem bin ich der Meinung, dass der Markt, diese und ähnliche Veranstaltungen benötigt. Das Thema Chatbot bzw. Conversational User Interfaces wird immer wichtiger und wird in Zukunft den Markt auch maßgeblich begleiten und gestalten. Veranstaltungen wie diese helfen, das Verständnis für das Thema zu verbessern und wird auch helfen, neue Möglichkeiten zu entdecken und Lösungen voranzutreiben.

 

Michael König

The author Michael König

Michael König hat sein Informatik-Studium an der TU-Wien im Jahr 2004 abgeschlossen und ist als Leiter und SharePoint Development Architekt bei einem Wiener IT-Beratungsunternehmen im SharePoint und Office 365 Umfeld tätig. Er hat mehr als 17 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Software-Entwicklung und IT-Beratung. Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich Michael nun bereits intensiv mit den SharePoint Technologien und ist in diesem Segment vorrangig auf die Software-Entwicklung, Erweiterung und Individualisierung von SharePoint spezialisiert. Aktuell beschäftigt er sich mit den neuen Möglichkeiten von SharePoint 2016, Office 365 SharePoint Online und Microsoft Azure PaaS in Zusammenhang mit SharePoint Add-In Entwicklung.

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