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Den heutigen Tag auf der ESPC habe ich vor allem jenen Sessions gewidmet, die sich mit administrativen Aufgaben rund um Azure und O365 beschäftigt haben.

What’s new for SharePoint Administrators in O365

In der ersten Session gabs einen Deep Dive in die neue Benutzeroberfläche für SharePoint Admins in O365.

Das neue SharePoint Admin Center überzeugt vor allem durch seine Performance. Jeder der sich die Preview schon angesehen hat, wird bestätigen können, dass das Laden aller Site Collections wesentlich schneller vonstattengeht als in der klassischen Ansicht. Zusätzlich wurden noch Sticky List Headers implementiert um immer den Überblick zu behalten.

Es lassen sich nun auch Custom Views für die Liste der Site Collections anlegen um nur bestimmte Sites anzeigen zu lassen. Auch hat man im neuen Admin Center endlich die Möglichkeit auch die O365 Group Sites zu verwalten. Dies ist in der klassischen Ansicht gar nicht möglich.

Weiters wurde immer wieder auf den Feedback Button hingewiesen. Der Vortragende, selbst Mitglied des SharePoint Admin Center Product Teams, hat glaubhaft vermittelt, dass das Benutzerfeedback tatsachlich gelesen und auch in der Weiterentwicklung berücksichtigt wird 😉

Aktuell fehlen im neuen Admin Center noch Konfigurationsmöglichkeiten für User Profiles, Managed Metadata und Search. Diese werden aber im Laufe des nächsten halben Jahres implementiert werden. Auch hier werden ein komplettes Re-Design sowie neue Features zu erwarten sein.

O365 Groups Lifecycle Management

Dieser Vortrag hat mir tatsächlich ein wenig die Augen geöffnet, wie rasch man den Überblick über O365 Groups verlieren kann.

Mittlerweile wird ja mit jeder neuen Team Site, mit jedem Planner oder auch mit jedem Microsoft Teams Team im Hintergrund eine O365 Group provisioniert. Hat man hier keine Namenskonventionen, Policies und organisatorischen Richtlinien im Einsatz, ist es nahezu unmöglich den Überblick zu bewahren.

Mit Hilfe von fix definierten und auch per PowerShell konfigurierbaren Namenskonventionen, lassen sich O365 Groups einfach klassifizieren und auch im Azure Active Directory leichter wiederfinden.

Auch sollte man Regeln definieren, welche Benutzer überhaupt die Berechtigung haben sollten, solche Groups zu erstellen. Hier empfiehlt sich eine einfache AD Security Group um die Berechtigungen einzuschränken.

Zusätzlich sollten auch organisatorische Richtlinien geschaffen werden, um die Inhalte zu schätzen, bzw. nach Ablauf des Verwendungszeitraums einer O365 Group auch wieder zu löschen.

Mastering Azure from A to Z

In dieser Session hatte ich das Gefühl, der Vortragende spricht vielen Admins aus der Seele. In Azure gibt es mittlerweile über 140 Apps und hier den Überblick zu behalten fällt nicht leicht.

Muss man überhaupt alle Apps kennen, sollte man sich auf eine App spezialisieren oder doch eher generelles Wissen über alle Apps aufbauen.

Die Antwort: Beides !!!

Das erscheint etwas unbefriedigend, macht aber bei näherer Betrachtung durchaus Sinn. Es gib tatsächlich nur ein paar Apps, die man unbedingt kennen sollte und in denen man sich auch zurechtfinden muss.

  • Azure Active Directory
  • Virtual Machines
  • Web Apps
  • Azure SQL

Alle anderen Apps bauen auf diesen 4 Applikationen auf. Damit ist es naheliegend, dass man sich vor allem in Azure AD sehr gut auskennen sollte um hier das Maximum an Produktivität für sich selbst oder seine Kunden herausholen zu können.

Zusätzlich kann man sich noch Expertenwissen für 5-10 weitere Apps aneignen um hier auch komplexe Szenarien abbilden zu können. Alle Apps bis ins Detail zu kennen ist einfach nicht möglich.

Zu guter Letzt gabs noch einen kleinen Azure Survival Guide mit auf den Weg 😉

Auch die restlichen Sessions des heutigen Tages waren äußerst informativ und wieder sehr interessant. Wie dem aufmerksamen Leser aber vielleicht aufgefallen ist, war auch heute von SharePoint 2019 on Premises kein Wort zu hören. Vermutlich wollten sich die Veranstalter das beste bis zum Schluss aufheben.

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute und bereite mich auf den morgigen Abschluss Tag der Konferenz vor.

Tags : ESPC 2018
Ernst Hanke

The author Ernst Hanke

Ernst Hanke ist als SharePoint Architekt tätig und hat bereits mehr als 10 Jahre Berufserfahrung in der IT-Administration sowie 6 Jahre in der Betreuung und Administration von SharePoint Umgebungen. Heute beschäftigt er sich ausschließlich mit den Microsoft SharePoint Technologien. Ernst berät dabei in seiner Rolle als Architekt zahlreiche österreichische Mittelstands- sowie Großkunden beim Einsatz von SharePoint & Nintex Lösungen. Seine Spezialitäten sind SharePoint Infrastrukturen und Architekturen im hybriden Enterprise Umfeld, also Lösungen von SharePoint Server 2016 On-Premises über Office 365 SharePoint Online und Microsoft Azure IaaS sowie deren kombinierten Einsatzmöglichkeiten. Hier lebt er ganz für seine Rolle als Architekt.

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