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Werte Leser, ich bin Ihnen noch die Zusammenfassung des letzten Tages der ESPC 2018 schuldig.

Tatsächlich lag ich mit meiner Vermutung recht, am Abschlusstag gab es tatsächlich eine Session zu SharePoint 2019 on Premises. Für eine SharePoint Konferenz gar nicht schlecht, 1 Session aus 240 😉

Aber das war, zumindest für mich, doch auch so zu erwarten. Man merkt ganz klar, dass Microsoft die Cloud pusht und die on Premises SharePoint Systeme nicht mehr fokussiert. Vor 3 Jahren hätte ich noch gedacht, was für ein Schwachsinn, on Prem wird immer bestehen bleiben, mittlerweile habe auch ich die Vorteile von O365 und Azure zu schätzen gelernt. 😉

Doch ich schweife ab… gleich die erste Session des Tages stellte die Neuerungen von SharePoint 2019 Server vor.

SharePoint 2019 on Premises – What‘s new

Allzu lange möchte ich mich mit diesem Vortrag gar nicht aufhalten, da mein Kollege bereits vor etwa einem halben Jahr darüber einen Blog Eintrag geschrieben hatte. Hier zum Nachlesen.

Doch ein paar Themen möchte ich schon noch hervorstreichen, nämlich, was es in SharePoint 2019 on Premises NICHT mehr geben wird, bzw. welche Features depricated wurden.

Access 2010 und Access Services 2013 wurden depricated, das heisst, man kann die Services zwar noch einsetzen, aber diese werden seitens des Herstellers nicht mehr weiter entwickelt.

Gleiches gilt auch für einen Alten Wegbegleiter, INFOPATH 😉 Noch immer wurde die Verwendung von InfoPath nicht unterbunden. Ob das nun gut oder schlecht ist, sollte jeder für sich entscheiden.

Machine Translations (Variations) werden ebenfalls nicht mehr weiterentwickelt, somit sollte bei neuen Projekten darauf geachtet werden, die erst gar nicht einzusetzen.

SharePoint Designer 2013, auch das ist jetzt keine große Neuigkeit, dass dieser Client nicht mehr weiterentwickelt wird, allerdings kann man damit auch noch mit SharePoint Server 2019 arbeiten.

Sandboxed Solutions hingegen wurden komplett entfernt aus der neuen On Prem Version. Diese werden mit SharePoint 2019 nicht mehr funktionieren.

Hier noch eine kurze Zusammenfassung:

Teams Architecture – Deep Dive

Als nächste Session habe ich mir einen Teams Deep Dive ausgesucht. Da wir als HATAHET selbst immer wieder vor der Herausforderung stehen einen Überblick über unsere Teams zu behalten, wollte ich mir die Architektur einmal genauer ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was für mich vor allem interessant war zu wissen, in welchen System welche Inhalte abgelegt werden.

Auch aus Compliance Sicht ist dies interessant, da man in Teams mit Konnektoren, Giphys, Tabs und Bots ja viele Schnittstellen hat, die natürlich auch Informationen außerhalb des Unternehmens verteilen.

Auch die Unterschiedlichen Berechtigungen der einzelnen Mitglieder bzw. deren Rollen sollte man genau unter die Lupe nehmen und auch aktiv nacharbeiten um hier einen Wildwuchs zu verhindern. Nachdem man auch externe Personen in Teams einladen kann, steht natürlich auch der Schutz der eigenen Firmendaten im Vordergrund.

Zum Abschluss dieser Session haben wir noch sehr gute PowerShell Scripts erhalten, die das Verwalten von Teams und O365 Groups wesentlich vereinfachen.

Gerne können Sie mich diesbezüglich kontaktieren.

Using Azure AD for SharePoint On Prem Authentication

Auf diesen Vortag von Spencer Harbar habe ich mich schon die ganze Woche gefreut. Einerseits schätze ich seine trockene schottische Art und sein unglaubliches Tiefen Knowhow was Authentifizierung betrifft. Da ich selbst immer wieder in Projekten mit möglichen neuen Lösungen konfrontiert werde, war ich wirklich gespannt.

Um es kurz zu machen, mit Azure AD und SharePoint On Premises Authentifizierung erspart man sich eine Menge an Infrastruktur, angefangen von Reverse Proxys über ADFS bis zu ACS Servern.

Würde man normalerweise für eine Ausfallsichere, hochverfügbare Single Sign-On Lösung mit ADFS mindestens 4 Server benötigen muss für die Authentifizierung mit Hilfe von Azure AD keine weitere Infrastruktur angeschafft werden und man erzielt auch noch schneller bessere Ergebnisse.

Mit nur 4 Konfigurationsschritten kann man Azure AD dazu verwenden um sich an der eigenen SharePoint on Premises Farm anzumelden.

Natürlich gibt es auch hier ein paar Stolpersteine, die, wenn man davon weiss, sehr einfach zu umgehen, bzw. zu verhindern sind.

Damit habe ich dann auch die ESPC 2018 ausklingen lassen.

Ich möchte mich auch bei allen Kunden, Partnern und Freunden bedanken, die ich in Kopenhagen treffen durfte und die diese Konferenz zu einem besonderen Erlebnis für mich gemacht haben.

Damit verabschiede ich mich aus dem eisigen Norden und hoffe, dass wir uns nächste Jahr in Prag wiedersehen bei der nächsten European SharePoint Conference 2019.

so long

Ernst

Tags : ESPC 2018
Ernst Hanke

The author Ernst Hanke

Ernst Hanke ist als SharePoint Architekt tätig und hat bereits mehr als 10 Jahre Berufserfahrung in der IT-Administration sowie 6 Jahre in der Betreuung und Administration von SharePoint Umgebungen. Heute beschäftigt er sich ausschließlich mit den Microsoft SharePoint Technologien. Ernst berät dabei in seiner Rolle als Architekt zahlreiche österreichische Mittelstands- sowie Großkunden beim Einsatz von SharePoint & Nintex Lösungen. Seine Spezialitäten sind SharePoint Infrastrukturen und Architekturen im hybriden Enterprise Umfeld, also Lösungen von SharePoint Server 2016 On-Premises über Office 365 SharePoint Online und Microsoft Azure IaaS sowie deren kombinierten Einsatzmöglichkeiten. Hier lebt er ganz für seine Rolle als Architekt.

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